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Appelfeld, Aharon In seinem Roman "Blumen der Finsternis" ist es nicht mehr der kleine Waisenjunge Erwin, sondern der elfjährige Hugo, dessen Mutter für ihren einzigen Sohn ein Versteck vor der Deportation ins KZ sucht. Sie findet es bei einer Prostituierten. Wie immer bei Aharon Appelfeld wird die Geschichte aus der Perspektive des Jungen erzählt, der das Unbegreifliche - Hass und Jagd auf Juden - desto weniger verstehen kann, je stärker und intensiver er es empfindet.

Atwood, Margaret Rückzug ins Private - Margaret Atwoods "Moralische Unordnung" ist ein persönliches Buch geworden, eine fiktive Autobiografie.

Auslander, Shalom Im Zweikampf mit Gott: Shalom Auslanders tragikomischer Roman "Eine Vorhaut klagt an".

Babtschenko, Arkadi Welche Farbe hat der Krieg? Der russische Schriftsteller Arkadi Babtschenko verarbeitet seine Erfahrungen als Soldat in Tschetschenien

Bahr, Iris Eine junge Frau reist durch Asien, um ihre Unschuld zu verlieren Dass die New Yorker Komikerin Iris Bahr ihre Unschuld in Asien verlieren wollte, mag eine Privatangelegenheit sein. Dass sie aber in ihrem Buch "Moomlatz" alle Details ihrer Entjungferung mitteilen muss, ist geschmacklos.

Baricco, Alessandro Suche nach einer geheimnisvollen Japanerin. Der italienische Kultautor Alessandro Baricco schreibt mit seinem Kurzroman "Seide" eine Hymne an die liebende Frau und wird missverstanden.

Bennett, Alan Im Land der Schönheit. Kein Commissario weit und breit: Was in Italien die Bestsellerliste zu Beginn des Jahres 2008 bestimmt Die Italiener gönnen sich für alles Schöne ein eigenes Wort: für feine Küche, für köstliches Gebäck und für schöne Literatur.

Berkewicz, Ulla Ihre Swatch tickt in seinem Grab - Schriftstellerin Ulla Berkéwicz hat das Ergebnis ihrer langjährigen Trauerarbeit vorgelegt: "Überlebnis" (2008) Ulla Unseld-Berkéwicz hat im Jahr 2002 ihren Mann verloren. Der Tod hat sich in seiner Person gleich zwei genommen - den Privatmann und den im Glanz der Öffentlichkeit jahrzehntelang gestandenen Suhrkamp-Chef Siegfried Unseld.

Bernhard, Thomas Scheck nehmen und gehen: Thomas Bernhards Erklärungen, warum er verhasste Preise annahm

Böttcher, Jan Jan Böttcher beschreibt im Roman "Nachglühen" den Verrat unter Jugendfreunden. Ein schreibender Sänger ist Jan Böttcher, der Gründer der "Herr Nilsson"-Band aus Berlin. Oder andersherum: Er ist ein singender Prosa-Autor, der für einen Auszug aus seinem neuen Roman "Nachglühen" beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb im vergangenen Sommer den Ernst-Willner-Preis bekam.

Bovenschen, Silvia Es ist ein Protokoll des Verschwindens: Die Berliner Autorin Silvia Bovenschen hat fiktive Geschichten über die tägliche Angst um ihr Leben geschrieben.

Bulgakow, Michail Das Menschenherz ist grundsätzlich schwach. Der Arzt und Autor Michail Bulgakow rechnet in seiner Satire "Hundeherz" mit dem Sozialtypus Sowjetbürger ab. Bereits 1925, mit Vierunddreißig, hatte er seine bedeutendste satirische Novelle "Hundeherz" geschrieben, die im bolschewistischen Russland viel mehr als eine Provokation war.

Camus, Albert Roman eines abgestumpften Kriegskindes. Der Philosoph und Nobelpreisträger Albert Camus führt in der Geschichte "Der Fremde" das Menschenleben ad absurdum. 1942 schrieb Camus den Roman "Der Fremde", in dem der nach Sinn strebende Mensch in Konflikt mit der Sinnlosigkeit des Leids gerät und scheitert.

de Moor, Margriet Margriet de Moors Novelle "Der Jongleur" beschreibt eine erotische Dreiecksbeziehung im Artistenmillieu. Vorsicht: Unterhaltung! Als ein Täuschungsmanöver könnte man die Absicht der Holländerin Margriet de Moor interpretieren, die ihr jüngstes Werk "Der Jongleur" ein Divertimento nannte.

Dursthoff, Galina Wer liebt, ist verrückt: Galina Dursthoff sich auf das rätselhafte Terrain der "Liebe auf Russisch" gewagt und in ihrer Sammlung mit Liebesgeschichten aus Russland 16 unterschiedliche Autoren hinter das Geheimnis ihres (Un)Glücks blicken lassen.

Eisenstein, Bernice Die Holocaustkrankheit. Bernice Eisenstein beschreibt die Ängste der Kinder von Überlebenden. 1949 in Kanada geboren, Mutter von zwei Kindern, erfolgreiche Zeichnerin, hat sie es nicht länger ausgehalten und das lang verschwiegene Geständnis der zweiten Generation nach dem Holocaust in ihrem Buch "Ich war das Kind von Holocaustüberlebenden" (Berlin Verlag, 2007) abgelegt.

Enev, Dejan Dejan Enevs Anti-Helden träumen vom besseren Leben. Da haust einer in einem unbeheizten Wohnblock und schwärmt von schicken Mädchen. Und eine andere ist eine schlecht bezahlte Krankenschwester in der Psychiatrie.

Ephron, Nora Was uns glücklich macht. Ratgeber können analysieren oder schwadronieren, aber nicht wirklich helfen Für das Glück gibt es keinen richtig guten Ersatz, deshalb sollte man es keinesfalls verpassen. Und auch nicht Nora Ephrons Ratgeber "Der Hals lügt nie".

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