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Literaturfestival

Die Lesung

So, 19.09, Haus der Kulturen der Welt

Antisemitismus und Nationalismus. Warum ist Ungarn in die Schlagzeilen geraten?

Mit György Dalos (Ungarn), György Dragomán (Ungarn) und András Kovács (Ungarn). Moderation: Marina Neubert

Keine zwei Jahre sind es her, als die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Budapest von Rufen „Zigeuner in die Donau“ und „Drecksjuden“ überschattet wurden. Die Rechtsradikalen hatten die Grauentat von 1944 im Sinn, als Hunderte ungarischer Juden erschossen und in den Donau geworfen wurden. Gehören nun solche Ausrufe inzwischen zum ungarischen Alltag? Ist für den aufsteigenden Antisemitismus und Nationalismus im Land die mangelnde Vergangenheitsaufarbeitung der kommunistischen Diktatur verantwortlich? Befördert der politische Triumph der Rechtspopulisten das Aufleben der alten Feindbilder?


Die Lesung

Mo, 20.09, Haus der Kulturen der Welt

Marina Zwetajewa

Lesung
Erinnerung, sprich

Texte: „Die Parabel der Mutter“, „Charlottenburg“

Moderation: Marina Neubert
Sprecherin: Kathleen Gallego-Zapata

Marina Zwetajewa war eine russische Dichterin mit einer männlichen Seele: entschieden, kämpferisch, unbedingt. Eine Amazone des Dichtens hat sie sich selbst genannt. Ihre Dichtung ist gewaltig und stürmisch, voller Leben und Tod, so ehrlich wie wahr. Zwischen Heimat und Exil, dem „blutenden Holunder“ und der „brennenden Erberesche“, war sie hin- und hergerissen. Während ihres Frankreichaufenthalts mit der Welt nur noch in Briefen verbunden, kehrte sie 1939 nach Russland zurück. Genauso unerschrocken, wie sie gelebt hat, nahm sie sich 1941 das Leben.


Die Lesung

Di, 21.09, Haus der Kulturen der Welt
Lesung

Iwan Bunin (1870 Russland-1953 Frankreich)

Texte: "Dunkle Alleen", »Kaukasus«, "Leichter Atem"

Er war der literarische Erbe Tschechows und Turgenjews, André Gide sah in ihm den größten russischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er war die Stimme seiner untergehenden Welt, die zu lieben sich scheute und so das Leben verlor. Bunin emigrierte nach der Russischen Revolution nach Frankreich, erhielt 1933 den Nobelpreis für Literatur und wurde 1956, drei Jahre nach seinem Tod, in der Sowjetunion rehabilitiert.
Einführung: Marina Neubert
Sprecher: Roland Schäfer

Die Lesung

Sa, 25.09, Haus der Kulturen der Welt

German Sadulajew über die tschetschenische Tragödie

Russland/Tschetschenien
Fokus Osteuropa

Moderation: Marina Neubert
Sprecher: Burghart Klaußner

„Ich bin Tschetschene“ von German Sadulajew ist der erste literarische Versuch, die tschetschenische Tragödie aus dem Inneren heraus zu begreifen. Sein „Roman in Splittern“ spiegelt den Verlust von Heimat und Identität und erzählt in poetischen Miniaturen von den historischen und mythologischen Wurzeln der Tschetschenen, von Kindheitserinnerung, der Grausamkeit des Kriegs und der Fremdheit im Exil.